Brave Hunde kommen nicht zum Südpol

Das Buchcover von dem Buch Brave Hunde kommen nicht zum Südpol

📖  Titel: Brave Hunde kommen nicht zum Südpol

🖊️ Autor:  Hans-Olav Thyvold

📙  Genre: Roman

 Einzelband

⭐️  Bewertung: 4 von 5

Du solltest es lesen, wenn… du ein Hundefreund bist. Wenn du gerne Bücher liest, die leicht sind, aber dich trotzdem zum Weinen bringen können. 

Klappentext

Cocker Spaniel Tassen erzählt seine Geschichte, anrührend und mit unverstelltem Hunde-Blick auf die Merkwürdigkeiten des menschlichen Lebens:  Als Welpe wird er vom Ehepaar Thorkildsen aufgenommen und lernt schnell, dass es nichts Wunderbareres gibt als die Freundschaft zwischen Mensch und Hund. Doch dann stirbt Herr Thorkildsen, und Tassen macht sich zunehmend Sorgen. Frau Thorkildsen ist einsam, sie trinkt zu viel Alkohol – Tassen nennt es »Drachenwasser« – und geht kaum noch aus dem Haus. Zwischen den beiden entwickelt sich eine außergewöhnliche Freundschaft, in der Amundsens Südpol-Expedition eine entscheidende Rolle spielt und die beiden die Augen dafür öffnet, was im Leben wirklich zählt.

Rezension (Spoilerfrei)

„Brave Hunde kommen nicht zum Südpol“ erzählt Tassen aus seiner eigenen Sicht. Dieser Blick macht die Geschichte ruhig, nah und manchmal unangenehm ehrlich. Man spürt sofort, dass Tassen seine Menschen liebt und dass er alles richtig machen möchte. Genau dadurch werden die stillen Momente schwerer und die warmen Momente tröstlicher, ohne dass es je kitschig wird.

Für mich trägt das Buch vor allem Tassen selbst. Seine Beobachtungen sind schlicht, manchmal naiv, aber immer klar. Dadurch wird der Alltag der Thorkildsens greifbar und die Traurigkeit, die sich nach dem Tod von Herrn Thorkildsen über das Haus legt, kommt leise und unaufdringlich. Frau Thorkildsen rutscht ab, Tassen versteht vieles nicht, bleibt aber da und hält aus. Die Beziehung zwischen beiden wächst langsam und bekommt Tiefe, ohne große Worte.

Es ist ein stilles Buch über Verlust, Verantwortung und Zuneigung. Am Ende bleibt ein Gefühl von Wärme und Melancholie zurück und die Erinnerung daran, dass Loyalität manchmal das Einzige ist, was jemanden hält.

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